.: Tigerduck   

    ... schneller, weiter, besser

Tractor Pulling.

 


Diese Seiten befinden sich im Aufbau


Tractor Pulling ist ein Zugkraftwettbewerb. Es geht darum, den stärksten Traktor und geschicktesten Fahrer herauszufinden.

Auf einer 80 bis 100 m langen und 10 m breiten Wettkampfpiste aus Lehm wird ein sogenannter Bremswagen von den Teilnehmern und ihren Traktoren gezogen. Damit dieses nicht ganz so einfach ist, hat der Bremswagen eine besondere Eigenschaft: Je weiter man ihn zieht, desto schwerer lässt er sich ziehen. Also ist der Traktor, der diesen Bremswagen am weitesten zieht, der Stärkste und somit auch Sieger.

Ziel eines jeden Fahrers ist den Schleppwagen mit seiner Maschine ohne zu stoppen über die gesamte Bahn zu ziehen. Wird das Ziel erreicht so nennt man dies „Full Pull“ (deutsch: „vollständiger Zug“)

Erreichen mehrere Teilnehmer einer Klasse einen „Full Pull“ so müssen diese unter erschwerten Bedingungen (oft die der nächsten Gewichtsklasse) noch mal gegeneinander antreten. Wer in diesem Fall die weiteste Distanz schafft, hat gewonnen.

Es wird in verschiedenen Klassen gestartet: Vom 8-PS-Rasenmäher bis hin zum 10.000 PS starken Eigenbau. Die Klassen beim Tractorpulling werden im wesentlichen nach Gewicht des Zugfahrzeugs gegliedert. In den "Freien Klassen" haben die Traktoren nach den Umbaumaßnahmen teils bis zu 10.000 PS / 7.350 kW.

Da der Unterhalt eines Renntraktors zum Pulling sehr aufwändig werden kann, tun sich oft die Motorsport-Interessierte in Teams zusammen, um einen Traktor zum Pulling zu unterhalten.

Auch Dank unserer Sponsoren können wir diesen Sport ausüben! Danke.



Technik.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen 3 Arten von Treckern, die dabei zum Einsatz kommen.

  • Standard-Klasse

In der Standard-Klasse (im Englischen „Farm Stock“) fahren Trecker, die vom Hof eines jeden Bauernhofes kommen können. Sie sind nicht für den Trecker Treck gebaut, dürfen auch nicht in ihrer Motorleistung modifiziert werden.

  • Sport Klasse

In der Sport Klasse (im Englischen „Hot Farm“) dürfen die Trecker der Teilnehmer in ihrer Leistung getunt werden. Je nach Reglement, welches auf der Veranstaltung gültig ist, dürfen andere Motoren, zusätzliche Turbolader oder andere Kraftstoffsysteme verwendet werden.

  • Freie Klasse

In der Freien Klasse (im Englischen „Modified“) starten selbstgebaute Maschinen. An ihnen sind wenn überhaupt nur noch wenige Teile original. Meist erkennt man bei allen dieser Fahrzeuge einen Rahmen, auf dem einer bis mehrere Motoren montiert wurden, und einen Stahlkäfig, in dem sich der Fahrer befindet. Da diese „Trecker“ mit hoher Geschwindigkeit und Drehzahl fahren, sind die Reifen oft dementsprechend groß, um möglichst viel Reibung auf den Boden zu bringen. Freie Klasse-Trecker fahren oftmals mit Methanol oder anderen leichtverbrennbaren Kraftstoffen, da ihr Zweck ausschließlich dem Traktor Pulling gilt. Leistungen von 9000 PS sind hier keine Seltenheit.

Zunehmend finden in Deutschland auch so genannte „Rasenmäher Pullings“ oder „Geländewagen Pullings“ statt. Auch Maishäcksler werden ab und an auf ihre Kraft vor dem Schleppwagen überprüft. Auch in diesen speziellen Bereichen gibt es Unterteilungen nach Leistung, Gewicht oder Modifikationen.

Es existiert ein umfangreiches Klassement mit technischen Vorschriften, wie die Traktoren umgebaut, bzw. gebaut werden dürfen oder müssen, um regelkonform zu sein. Schutzeinrichtungen an den Traktoren für die Zuschauer zählen zu den wichtigsten Bestandteilen des Reglements, denn falls ein Motor unter zu hoher Drehzahl explodiert, können Treffer durch Metallsplitter tödlich sein. Eine wichtige Maßnahme für die Fahrer ist der Schutz des Traktors gegen Umkippen nach hinten: Hierzu werden Gleitkufen an Tragarmen eingesetzt, die den Traktor und seinen Rennpiloten vor einem Überschlag schützen.

Ein weiteres Ziel beim Ziehen ist es, mit dem Trecker am Boden zu bleiben. Denn wenn man die Aufhängung des Schleppwagens an seinem Trecker zu weit hinter der Achse wählt, ist die Hebelwirkung des Schleppwagens größer und es könnte ohne genügendem Gegengewicht passieren, dass sich der Trecker vorne erhebt und im schlimmsten Fall umstürzt. Ist das Zugmaul zu hoch am Trecker also über der Achse angebracht, erhöht sich die Gefahr, dass der Trecker steigt. Positiv ist hier, dass der Druck mit den Reifen auf den Boden sehr hoch ist, was erwünscht ist.

Wird das Zugmaul allerdings zu tief also unterhalb der Achse angebracht, so reicht oft der Druck auf den Boden nicht aus, sodass die Reifen in Gefahr verlaufen durchzudrehen. Allerdings ist hier die Gefahr eines „steigenden“ Treckers minimal. Auch die Höhe des Zugmauls (Fachsprache: Anhängevorrichtung) ist von entscheidender Bedeutung. Es gilt hier das richtige Verhältnis zu finden, das sich zwischen möglichst hohem Druck auf den Boden und möglichst geringer Gefahr zu „steigen“ befindet. Mit Gewichten, die weit vorne am Trecker befestigt werden, lässt sich die Gefahr zu „steigen“ mindern.







Navigation.

Textlinks.

.:Phillip Schilling